Cursor zufolge wurde Version 2.1.313 der Claude-Code-Erweiterung über Anthropics verifiziertes Konto veröffentlicht und versuchte, eine dauerhafte SSH-Hintertür zu installieren; das Unternehmen beziffert die Auswirkungen auf höchstens 5.000 Nutzer.

Eine offizielle Claude-Code-Erweiterung für mit Visual Studio Code kompatible Editoren wurde im Cursor-Marktplatz manipuliert und setzte bis zu 5.000 Entwickler einem Risiko aus, wie am Freitag veröffentlichte Berichte von Ars Technica und The Hacker News zeigen. Cursor erklärte, Version 2.1.313 sei über Anthropics verifiziertes Konto eingestellt worden und habe „höchstens 5.000 Nutzer“ betroffen. Die Installationen erfolgten am Donnerstag, dem 29. Oktober 2026, zwischen etwa 5:27 und 16:35 Uhr US-Ostküstenzeit, also von 2:27 bis 13:35 Uhr Pazifikzeit. Anthropic veröffentlichte später Version 2.1.314.

Laut Cursor und dem Sicherheitsunternehmen Phorion, wie Ars Technica berichtet, versuchte der Schadcode, einen vom Angreifer kontrollierten SSH-Schlüssel hinzuzufügen, den lokalen SSH-Dienst zu aktivieren, einen Reverse-Tunnel zu öffnen und unter Windows, macOS und Linux Persistenz einzurichten. The Hacker News berichtete, er habe zudem Host-Aufklärungsdaten gesendet, darunter bis zu 40 Namen von Umgebungsvariablen mit Begriffen wie KEY, TOKEN oder SECRET, jedoch nicht deren Werte; weitere Nutzlasten seien nicht beobachtet worden. Cursor merkte an, dass für das Aktivieren von SSH meist Administratorrechte nötig seien, doch Schlüsseleintrag, Persistenz und Datensammlung fänden dennoch statt. Phorion ergänzte, Fehler hätten die Hintertür in manchen Fällen lahmgelegt, sie bleibe aber eine erhebliche Bedrohung.

Cursor erklärte, die Version stamme nicht von Anthropic, entfernte sie, schloss den Marktplatz kurz, um Schlüssel zu rotieren und Zugriffe zu prüfen, und teilte mit, andere Erweiterungen seien nicht betroffen. Wie die Angreifer die Kontrolle über das offizielle Konto erlangten, ist ungeklärt; Ars Technica berichtete, Anthropic habe Kunden nicht öffentlich informiert, und keines der Unternehmen habe Fragen beantwortet. Wer die Erweiterung in diesem Zeitraum über Cursor installiert oder aktualisiert hat, sollte den Rechner isolieren, den unbekannten SSH-Schlüssel und Persistenzeinträge entfernen und Zugangsdaten erneuern; Auto-Update ist in Cursor standardmäßig aktiv, Nutzer könnten die Version also ohne eigenes Zutun erhalten haben.