Die 44. Hungarian-Press-Photo-Ausstellung im Capa Center Budapest zeigt Arbeiten von 258 Fotografen, während die Veranstalter den Wert authentischen, namentlich verantworteten Fotojournalismus im KI-Zeitalter betonen.
Die 44. Hungarian-Press-Photo-Ausstellung ist im Robert Capa Contemporary Photography Center in Budapest zu sehen und zeigt Fotografien aus dem Jahr 2025. Laut dem Capa Center reichten 258 Fotografen 2.355 Beiträge mit insgesamt 6.196 Fotografien ein, die eine internationale Jury in vier Auswahlrunden bewertete. Euronews berichtet, dass die Schau die drei besten Einsendungen und die Sonderpreisträger der sechzehn Kategorien zeigt, dazu Arbeiten, die die Jury für außergewöhnlich wichtig oder spannend hielt.
Bei der Eröffnung sagte Geschäftsführerin Orsolya Kőrösi laut Euronews, der Fotojournalismus werde wichtiger, je schwerer es falle, echte von künstlich erzeugten Bildern zu unterscheiden, denn Fotojournalisten seien vor Ort, bezeugten und stünden mit ihrem Namen dafür ein, dass ihre Bilder der Wirklichkeit nahekommen. Der Fotograf András Bánkuti, Vorsitzender der Sektion Fotojournalisten im Ungarischen Presseverband (MÚOSZ), erklärte, Retusche sei im Wettbewerb nicht erlaubt: Sobald ein Bild verändert werde, scheide es sofort aus.
Laut Euronews ging der MÚOSZ-Hauptpreis an die freie Fotografin Diana Nemeh für ihre Serie „Nimród“, der André-Kertész-Hauptpreis an Noémi Napsugár Melegh von Telex. Sie fotografierte jahrelang ihre trauernde Familie und die Mitschüler ihres mit 18 Jahren gestorbenen Bruders und sagt, sie habe die Bilder „für die Schublade“ gemacht, bevor sie sie engen Berufsfreunden zeigte. Die Ausstellung wurde am 16. September 2026 im Capa Center, Nagymező utca 8, eröffnet; der Veranstalter nennt als Laufzeit den 15. November, Euronews nannte ein früheres Ende am 8. November – Besucher sollten dies beim Veranstalter prüfen.



