Das Garden Climate Assessment Tool von Partnern wie RHS, National Trust, English Heritage und Royal Botanic Gardens soll Gärtnern zeigen, wie Pflanzen mit dem künftigen Klima vor Ort zurechtkommen, berichtet der Guardian.

Ein Zusammenschluss britischer Gartenbau-Organisationen entwickelt ein kostenloses Online-Tool, das Gärtnern helfen soll einzuschätzen, welche Pflanzen unter künftigen Klimabedingungen voraussichtlich überleben, wie der Guardian am 3. November 2026 in einer Exklusivmeldung berichtete. Das Garden Climate Assessment Tool (GCAT), entwickelt von der Future National Gardens Group (FNGG), soll bewerten, wie gut eine Pflanze das prognostizierte Klima eines vom Nutzer gewählten Ortes verträgt. Die FNGG vereint Garten-, Denkmal- und Landschaftsorganisationen, darunter die Royal Horticultural Society (RHS), den National Trust, English Heritage und die Royal Botanic Gardens.

Nutzer sollen eine Pflanzenliste eingeben können; das Tool berücksichtigt Faktoren wie die durchschnittliche Jahrestemperatur, die natürliche Verbreitung einer Pflanze, Winterkälte und Trockenheit des Klimas. Laut Guardian enthält das System derzeit bis zu 80.650 Pflanzenarten und Daten aus 289 britischen Gärten und soll laufend aktualisiert werden, um die Vorhersagen zu verbessern. Es baut auf einem 2022 in Australien von Botanic Gardens Conservation International eingeführten Klimabewertungstool für Bäume auf, das hier auf Pflanzen allgemein ausgeweitet wurde. Professionelle Gärtner wurden eingeladen, es zu testen und Rückmeldungen zu geben; RHS-Wissenschaftsdirektor Alistair Griffiths sagte, langfristig solle es der breiten Öffentlichkeit zugänglich werden, einen Starttermin gebe es aber nicht.

Der Bericht zitiert Befürworter ebenso wie Stimmen, die Lücken sehen. Sam Brockington vom Cambridge University Botanic Garden sagte, das Tool könne Pflanzen identifizieren, die Probleme haben, sodass sie schrittweise aus Sammlungen entfernt werden können; Clive Boase von der Initiative Climate Change Gardening meinte, es könne Gärtnern in Ostengland, der trockensten Region Großbritanniens, helfen, wasserintensive Elemente wie Rasen, Hortensien und Rittersporn zu ersetzen. Griffiths räumte ein, dass der Bodentyp derzeit keine Variable ist – eine Einschränkung, die laut Kim Shrosbree von der Epsom Garden Society wichtig sei, da Kreide- und Lehmböden gegensätzliche Bedingungen bieten. Die Darstellung stammt aus der Exklusivmeldung eines einzelnen Verlags, und das Tool ist noch in der Testphase; seine Vorhersagen wurden daher noch nicht öffentlich überprüft.