Das 30. Tallinn Black Nights Film Festival läuft vom 6. bis 22. November mit 230 Spielfilmen und 259 Kurzfilmen aus 87 Ländern – das erste Jahr von Triin Tramberg als künstlerischer Leiterin.
Das Tallinn Black Nights Film Festival (PÖFF) in Estland eröffnet am Freitag, dem 6. November, seine 30. Ausgabe und läuft bis zum 22. November. Laut Festival und einer Vorschau des Hollywood Reporter umfasst das Programm 230 Spielfilme und 259 Kurzfilme aus 87 Ländern. Zusammen mit dem Jugend- und Kinderfilmfestival Just Film und der Kurzfilmsektion PÖFF Shorts zeigt das Festival laut Hollywood Reporter 107 Weltpremieren und 47 internationale Premieren.
Es ist die erste Ausgabe unter der künstlerischen Leiterin Triin Tramberg, die als Programmassistentin zum Festival kam und nun ihr 16. Jahr dort erlebt. Gründerin Tiina Lokk bleibt CEO und konzentriert sich stärker auf Strategie und Entwicklung. Tramberg sagte dem Hollywood Reporter, sie betrachte dieses Jahr als beobachtend und teste Ideen, um zu entscheiden, was bleibt; sie sei nicht gekommen, um ein sinkendes Schiff zu retten, sondern um ein reibungslos laufendes Festival zu verbessern. Sie nannte außerdem wiederkehrende Themen wie Mutterschaft und ein neues Genre von Coming-of-Age-Geschichten über Frauen ab 35.
Das Jubiläumsprogramm räumt dem baltischen Kino aus Estland, Lettland und Litauen viel Platz ein, aufbauend auf dem seit 2008 bestehenden Baltischen Filmwettbewerb und einem im Vorjahr hinzugefügten baltischen Dokumentarfilmwettbewerb. Auch Lateinamerika ist stark vertreten, mit Filmen unter anderem aus Brasilien, Argentinien, Mexiko, Peru, Ecuador und der Dominikanischen Republik. Tramberg verwies auf den Oscar-Gewinn Lettlands mit Flow als Beleg für den Schwung der Region und sagte, das Baltikum entwickle sich zu einem Ort für unabhängige Koproduktionen.



